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Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella - Druckversion +- Forum (https://adlerchronik.de) +-- Forum: Die Chroniken (https://adlerchronik.de/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Provinz Britannia (https://adlerchronik.de/forumdisplay.php?fid=8) +---- Forum: Landgüter (https://adlerchronik.de/forumdisplay.php?fid=50) +----- Forum: Gutshof Gabinia (Villa Rustica Gabiniana) (https://adlerchronik.de/forumdisplay.php?fid=51) +----- Thema: Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella (/showthread.php?tid=863) |
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RE: Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella - Publius Gabinius Secundus - 07-22-2026 Ich kannte nicht allzu viele Patrizier außer Furius Saturninus und Stella natürlich, und ich überlegte kurz, ob "sie vor vollendete Tatsachen stellen" die beste Taktik war. Aber meine Fridla kannte die Claudia am besten, und so nickte ich zustimmend: "Rango und Niko sollten heiraten, bevor sie Dummheiten machen", sagte ich und lächelte meiner Frau zu: "Obgleich so ein wenig Dummheiten nicht das Schlechteste sind. Ich kannte einmal einen Mann, der hat seine Liebste mit ihrem Einverständnis hoch zu Ross entführt" Jetzt gluckste Illiborn in seinem Wäschekorb, und ich beugte mich über ihn. Der Kleine war wach und schenkte mir ein strahlendes, zahnloses Lächeln. Er strampelte mit Ärmchen und Beinchen. Ich konnte nicht widerstehen und nahm ihn hoch. Er war leicht, kein bisschen schreckhaft und lächelte weiter. Er roch gut, wie feiner Puder - und hoppla, ich musste den Kleinen sehr gut festhalten. "Wenn Illiborn schon laufen könnte, würde er sofort auf Entdeckungsreise gehen", stellte ich fest: "Doch sage mir, was hat dir deine Freundin Sergia Viola denn geschrieben? Ich habe meinen Onkel noch nie so nachdenklich und gleichzeitig so verliebt gesehen. Er ist ein Hagestolz, sagte seine Schwester Gerlinda immer, und hat früher überhaupt nie eine Frau haben wollen. Ich hoffe, dass sie ... ihn wenigstens ein bisschen mag. Er ist ein guter Mann" RE: Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella - Furia Stella - 07-24-2026 Sonnwin machte sich wirklich Sorgen um seinen Knecht und Niko. Die beiden sollten am schnellsten heiraten, "bevor sie Dummheiten machen", meinte er und erinnerte sich an unsere Flucht in der Wildnis. "Ich werde niemals vergessen, wie ich von der Gartenmauer auf dein Ross heruntersprang!" Ich lachte vergnügt und umarmte meinen Friudel. "Und seit dem, mein Geliebter, ist jeder Tag mit dir ein Geschenk"... Iliborn wurde inzwischen wach, ruderte mit seinen kleinen, runden Beinchen und Ärmchen und lächelte seinen Vater breit an, der ihn hochnahm und an ihm schnüffelte. Ich beobachtete die beiden mit einem Gefühl tiefer Wärme und Geborgenheit und lächelte glücklich. Friudel fragte dann, was mir meine Freundin Viola geschrieben hatte, denn sein Onkel schien ihm nachdenklich, aber auch verliebt zu sein. "Dass dein Onkel ein guter Mann ist, ist uns allen bekannt. Alle mögen ihn und besonders die Kinder." Ich nahm Violas Brief und las ihn laut vor:
Dann legte ich den Brief auf den Tisch und sah meinen Friudel mit einem sanften Lächeln an: "Frage mal aber, was Sergia deinem Onkel geschrieben hat. Auf jeden Fall, denke ich, Gerfridu sollte die Initiative ergreifen und Viola bitten, herzukommen, wenn er ihre Gefühle erwidert." RE: Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella - Furia Stella - 10-19-2026 Nachdem ich die letzten Abrechnungen abgeschlossen hatte, fühlte ich eine Erleichterung, dass die Arbeit getan war. Meine Gedanken aber wanderten zu meinem Friudel und seiner Schwester. Er war vor zwei Tagen ins Dobunni-Land mit Durs aufgebrochen und ich machte mir ziemliche Sorgen, denn es war eine Unruhe in dem Land. Doch bevor ich mich auf den Weg in unser Gemach machen konnte, klopfte es an der Tür. Unser Spiros kam rein und überreichte mir einen versiegelten Brief von Claudia Sabina. Mit einer Mischung aus Neugier und Vorfreude öffnete ich den Brief:
Der Gedanke an ein baldiges Wiedersehen mit Claudia freute mich, beunruhigte mich aber zugleich auch wegen der Hochzeit von Niko und Rango. Ich musste mir etwas einfallen lassen, dachte ich, legte den Brief beiseite und blickte aus dem Fenster. Die sanften Hügel um den Gutshof waren in warmes Licht getaucht, und die Blätter der Bäume leuchteten in verschiedenen Gold- und Rottönen. Es lag eine gewisse Melancholie in der Luft. Ich seufzte, machte das Fenster zu und verließ das Officium. |