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Gartenpavillon
06-20-2026, 04:44 PM,
Beitrag #1
Gartenpavillon
[Bild: Pavillon-Foto.jpg]*

Während meiner Schwangerschaft bin ich viel spazieren gegangen und habe mich auf "Claras Bank" in einer gemütlichen Ecke im Garten unter einer alten, mächtigen Rotbuche, ausgeruht. Der Baum bot mit seiner dichten Krone nicht nur Schatten, sondern auch Schutz vor leichten Regenschauern. Und so kam mir die Idee, hier einen Pavillon zu errichten, als idealen Ort für unsere Familie, um die warmen Tage zu genießen.

Nun, einen Monat nach der Geburt unseres Sohnes Iliborn, konnte ich meinen Traum verwirklichen. Dafür benötigte ich unseren Baumeister Sionn, der sein handwerkliches Können bereits unter Beweis gestellt hatte, indem er sämtliche Reparaturen an unserer alten Villa Rustica Gabiniana zu unserer Zufriedenheit ausgeführt hatte.

[Bild: Sionn-1.png]

Ich traf Sionn im Garten, führte ihn zu "Claras Bank" und erzählte ihm von meinem Vorhaben. Die Luft war erfüllt vom Duft blühender Sträucher und dem leisen Rauschen der Blätter, als ich ihm ein sorgfältig gezeichnetes Pergament reichte. "Sionn, ich möchte dich bitten, unter dieser Rotbuche diesen Pavillon zu bauen", sagte ich und sah den Meister an, der mit großem Interesse die Skizze studierte und seine Herrin dann begeistert anlächelte... "Das ist großartig, Herrin. Ich werde den Pavillon mit feinem Holz aus dem umliegenden Wald bauen und durch elegante Säulen soll er gestützt sein."

Der Bau des Pavillons wurde vom Baumeister mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail durchgeführt. Der Knecht Durs und die Kelten, die auf dem Hof arbeiteten, halfen mit einfachen Werkzeugen, mit Hämmern und Schnitzmessern, um die Balken passgenau zu bearbeiten. Und Fenia achtete darauf, dass die Leute ihre Mahlzeiten rechtzeitig bekamen.

Oft kam ich mit unseren Kindern Quiwon und Stellula, um die Bauarbeiten zu beobachten. Sie sahen voller Neugier dem Fortschritt zu und versuchten, auch zu helfen, wo sie nur konnten. Auch Onkel Gerfridu kam ab und zu vorbei und gab ein paar Ratschläge …

Nach einigen Tagen standen die Säulen fest im Boden verankert, und das Dach nahm allmählich Gestalt an. Abschließend wurden die eleganten Korbsitzmöbel und der Teppich gebracht, um dem Pavillon eine gemütliche Atmosphäre zu verleihen. Ich war begeistert von dem Ergebnis und schaute mich nach Friudel um. Der Pavillon strahlte eine angenehme Schlichtheit aus, die zugleich elegant und einladend wirkte.

Der Baumeister Sionn wurde von mir reichlich belohnt, denn sein handwerkliches Talent übertraf alle meine Vorstellungen.


*Das Bild ist
mit KI erstellt
[Bild: 3_15_08_22_9_35_15.png]
Vormund (Tutor): Tib. Furius Saturninus
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06-23-2026, 06:23 PM,
Beitrag #2
RE: Gartenpavillon
Wie fast täglich hörte ich Hammerschläge und Rufe durch das Ulmenwäldchen hallen. Irgendein Projekt hatte Fridila dort, und Gerfridu und Quiwon waren wohl eingeweiht; ich aber hatte von meinem Sohn untersagt bekommen, mich auch nur zu nähern.
"Sonst ist es doch keine Überraschung mehr", meinte er. 
Es verging eine  ganze Weile.
Ich hatte mit den jüngeren Kindern: Stellula, Klein Iulius und Nana im Balneum Schwimmen geübt und Niko hatte mir geholfen. Alle Kinder auf dem Gabinierhof sollten schwimmen lernen, auch die Mädchen. Zu meiner Überraschung schwamm Niko sehr gut, das war nicht selbstverständlich.

Nun hatte Briona Stellula, die wie ein kleiner Fisch zappelte, abgetrocknet und ihre Zöpfchen neu geflochten. Niko kümmerte sich um Iulius, und Nana wartete geduldig, bis sie an der Reihe war.

Quiwon holte mich ab: "Jetzt darfst du alles sehen", sagte er zufrieden und schob kurz seine Hand in meine, aber wirklich nur einen Moment lang. Er wollte groß sein, aber anhänglich war er doch.
Dann lief er mir vorneweg und rief: "Mama! Hier bringe ich den Vater!" Er führte mich bis zu der ehemaligen Lieblingsbank meiner Schwester Clara unter der mächtigen Rotbuche. Aber da stand nicht nur mehr eine einzelne, schlichte Bank, sondern ein ganzer eleganter und gemütlicher Pavillon, als wären wir in einem römischen Garten einer Villa und nicht in Britannien.

Der Pavillon bestand aus Marmorsäulen und einer Holzkonstruktion als Dach. Auf dem Boden lag ein gewebter Teppich für die Füße, und  Korbmöbel und weiche Kissen luden zum Verweilen ein.

Stella lächelte mich gespannt an.
Ich war sprachlos: "Wie hast du....", fragte ich, war in einigen Schritten bei meiner Frau und drehte sie einmal um ihre Achse:
"Welch ein schöner Ort, liebste Fridila!"
[Bild: 3_15_08_22_9_36_30.png]
Honoratior der Stadt Iscalis
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