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04-09-2025, 01:45 PM,
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Gabinia Clara
genannt Gerwina
   
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Beiträge: 283
Themen: 9
Registriert seit: Jul 2022
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RE: Elfengarten
Die Sonne war endgültig untergegangen und Abenddämmerung legte sich sanft über den Garten. Die Stille flüsterte durch das Laub und Naturgeister erwachten im Zwielicht. Eisu berührte Gerwinas Wange leicht und sie schmiegte sich an seine Hand. Er sprach weiter über Krieg und Frieden und über kriegerische Ambitionen seines Prinzen. "Ich möchte nicht mehr über den Krieg und seine Folgen sprechen, mein Fürst, denn jeder Aufstand gegen Rom wird brutal zerschlagen, das Land verwüstet und die Menschen in Sklaverei verkauft, so ist es auch den Chatten passiert, als noch Germanicus gegen unseren Stamm zog und als sie sich am Bataveraufstand beteiligten". Sie schwieg einen Augenblick und machte ein betrübtes Gesicht, "Wenn dein Prinz kommt, müssen wir ihn überzeugen, dass das süße Gift der Freiheit ihn und Dobunni-Land zerstören konnte, so wie es du in deiner Vision gesehen hast."
Dann beugte sich Eisu vor sagte leise: "Man spricht von einem neuen Kriegsherren im Norden, einer, der den Römern Widerstand leistet. Ich glaube daran nicht, doch wie gesagt, es gibt Männer, die zu gerne so etwas glauben"
Und bat sie, dieses Gerücht für sich zu behalten. "Lass sie daran glauben ... Und natürlich kannst du dich auf meine Diskretion verlassen und du kannst immer deine Sorgen mit mir teilen, das wird mich niemals belastet, mein Brummbär!" Sagte Gerwina mit einem Lächeln, drückte sanft seine Hand und schaute in seine wunderschönen blauen Augen:
"Ich liebe dich auch, mein edler Fürst, deine Worte fließen wie ein Fluss,
sie tragen mich in deine Umarmung, wo die Zeit sich auflöst
und die Welt nur noch aus uns besteht."
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Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [ Sonnmar] (NSC)
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04-24-2025, 12:23 PM,
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Eisu Ap Comux
"Tib. Claudius Dobunnus Minor"
  
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Beiträge: 158
Themen: 21
Registriert seit: May 2024
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RE: Elfengarten
Brummbär nannte sie ihn, wie am Anfang. Es tat Eisu etwas Leid, dass er die geliebte junge Frau mit seinem Kummer belasten musste, aber so war es nun einmal, dass er sich um die Dobunni Sorgen machte und sie schien auch furchtlos genug zu sein, jedem Schicksal ins Auge zu blicken.
Warten wir seine Ankunft ab, sagte er. Er hoffte darauf, dass auch Gerwina einmal mit Prinz Inam sprechen würde, denn sie schien das Leid, das ein Aufstand über die Menschen bringen würde, zu kennen und vergewärtigen zu können. Aber zuvor sollten er und die Gabinia erst einmal offiziell verlobt sein.
"Ich hoffe, dass deine Chatten wieder wohlauf sind", fuhr Eisu Ap Comux fort, da Clara ihm gesagt hatte, dass ihr Aufstand fürchterlich geendet hatte. Eisu wollte sein Glück jedoch gerne teilen, gerade auch mit den Menschen aus jenem nördlichen Land, das ihm seine Gabinia Clara geschenkt hatte.
Sie sagte ihm jetzt einen wunderschönen Vers auf. Und sie schaute ihn so liebevoll aus ihren Meeresaugen an, da nahm er ihre beiden Hände und küsste sie:
"Meine edle Lady, wollen wir uns auf die Ankunft deines Clans freuen! Und auf unser baldiges gemeinsames Leben", sprach er:
"Cuno sollte ihnen zu Ehren ein Lied schreiben! Und du kannst es ihnen übersetzen, da werden sie staunen"
Denn Gabinia Clara hatte während ihres Aufenthaltes viel Britonisch gelernt und sprach es mittlerweile sehr gut. Da sie einmal die Hausherrin auf dem Comuxland werden sollte, hatte Eisu ihr auch öfters den alten Haussänger geschickt, der viele Lieder und Geschichten kannte, vieles erklären konnte und sich gerne mit der edlen Herrin unterhielt.
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04-29-2025, 02:17 PM,
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Gabinia Clara
genannt Gerwina
   
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Beiträge: 283
Themen: 9
Registriert seit: Jul 2022
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RE: Elfengarten
In der Zwischenzeit hatte sich ein leichter Nebel über den wilden Garten verbreitet, die Blätter flüsterten leise ihre Geheimnisse, und es wurde allmählich dunkel. Die beiden Verliebten saßen gemütlich nebeneinander, und Eisu sagte, dass sie auf die Ankunft von Inam warten sollten. "Wenn er kommt, berichte ihm von deiner Version, die dir die Herrin des Sees gezeigt hat. Vielleicht wird das seinen Ehrgeiz etwas bremsen."
Als der Fürst dann seiner Hoffnung Ausdruck gab, dass es den Chatten wieder gut gehe, schwieg Gerwina einen Moment. Die junge Frau war sehr berührt davon, dass er sich um die Sorgen ihres Volkes kümmerte, und erwiderte leise: "Ich hoffe es auch, wir waren schon lange nicht mehr da…". Ein Anflug von Traurigkeit überkam sie und sie seufzte leicht. Dann blickte sie ihren Fürsten, der ihre beiden Hände nahm und sie küsste, zärtlich an. "Ich freue mich auch sehr auf die Ankunft meines Bruders mit seiner Familie und auf unser gemeinsames Leben, mein geliebter Brummbär!"
Eisu Ap Comux äußerte zudem, dass Meister Cuno ein Lied zu ihren Ehren schreiben werde und Gerwina es dann übersetzen wird, da sie bereits Britonisch gut genug beherrschte. "Mein Fürst, ich werde es versuchen", sagte sie mit einem heiteren Lächeln...
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Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [ Sonnmar] (NSC)
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09-03-2026, 01:50 PM,
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Gabinia Clara
genannt Gerwina
   
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Beiträge: 283
Themen: 9
Registriert seit: Jul 2022
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[Sommer 834]
![[Bild: 5s-Klein.jpg]](https://i.ibb.co/KpBgDCnv/5s-Klein.jpg) *
Die Vögel zwitschern Lieder in die Luft,
erfüllt vom Duft der Blumen,
Die Zeit versinkt in sanften Farben,
Es wird ganz Still im schönen Garten...
Seit dem unerfreulichen Besuch von Prinz Inam war einige Zeit vergangen und man hörte nicht mehr von ihm. Und dennoch war die Unruhe am Comus-Hof spürbar, seitdem er seine wahnsinnige Idee geäußert hatte, gegen die Römer zu rebellieren.
Gerwina blieb aber gelassen, weil ihr Gemahl, der Fürst Eisu, ihr schwor, dass der Krieg nicht zu ihnen kommen würde und sie hier sicher wären. Und während Eisu sich um seine Gefolgsleute und die Angelegenheiten seines Stammes kümmerte, fand Gerwina ihre Zuflucht in ihrem Elfengarten. Es war ein geheimer Ort voller Magie und Lebendigkeit. Hier lauschte sie dem Flüstern der Naturgeister, die, so glaubte sie, zwischen den Blättern und im Schatten der alten Bäume wohnten. Durch den Garten schlängelte sich ein schmaler Bach, in dem sich ein Schwanenpaar niedergelassen hatte. Gerwina war darüber sehr erfreut, da diese anmutigen Vögel für sie Glück und Harmonie symbolisierten. Sie wird ihrem Fürsten darüber erzählen.
Zwischen den urwüchsigen Pflanzen hatte Gerwina sorgfältig kleine Pfade angelegt, die selten benutzt wurden, außer von ihr selbst. Die wilde Pracht der Blumen und der ungestüme Wuchs erinnerten sie an ihre Heimat, an die dichten Wälder und geheimnisvollen Lichtungen, durch die sie selbst als Kind gestreift war.
Dabei dachte sie an ihren Bruder Sonnwin, den sie sehr vermisste, denn sie hatten sich seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Sie blieb noch eine Weile im Garten und ging dann ins Haus, um an ihren Bruder einen Brief zu schreiben. ...
*Das Bild ist mit KI erstellt
![[Bild: 3_15_08_22_9_37_19.png]](https://adlerchronik.de/gallery/3_15_08_22_9_37_19.png)
Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [ Sonnmar] (NSC)
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Vor 6 Stunden,
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Eisu Ap Comux
"Tib. Claudius Dobunnus Minor"
  
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Beiträge: 158
Themen: 21
Registriert seit: May 2024
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RE: Elfengarten
Die neue Hauptstadt des Volkes der Dobunni war das neuerrichtete Corinium Dobunnorum, das seit dem Abzug der dort stationierten römischen Auxiliartruppen sich zu einer bedeutenden römischen Stadt mauserte. Noch war Corinium aber nicht prächtiger als Iscalis.
Daneben gab es aber noch den alten Königssitz der Dobunni, Bagendon. Der Ort war nahezu verlassen; die meisten Dobunni zogen die römische Lebensweise vor. König Catti war in Corinium gestorben, doch aus Bagendon war ein Bote auf den Comuxhof gekommen. Ein Rat aus Adel sollte sich treffen. Dort war auch des verstorbenen Königs Wagenlenker: Comux Ap Anted, Eisus Vater, und er hatte nach Eisu geschickt.
Eisu ahnte schon, um was es gehen sollte: Da Prinz Inam den Krieg suchte, mussten die Honoratioren von Corinium einen Entschluss fassen, wie hier zu verfahren war. Wenige Dobunni wollten ihr römisches Leben aufgeben, doch einige junge Männer hatten sich von Inam und seinem druidischen Begleiter überzeugen lassen. Für die Dobunni selbst war die Situation gefährlich. Die Adler von Rom hatten mehr als einmal bewiesen, wie sie mit Stämmen umgingen, an deren Loyalität sie zweifelten.
Meowe hatte Eisu gesagt, wo Clara zu finden war. Sie weilte in ihrem Elfengarten. Immer wenn Eisu dieses Stück Erde betrat, auf dem Lady Gerwina wirkte, ergriff ihn so etwas wie Ehrfurcht. Die goldene Frau aus dem Norden, die Germanin, hier war der Ort ihrer Seele.
Sie hatte dieses Stück Erde in eine Oase verwandelt, die wie sie selbst war: eine vollkommene, bezaubernde Verschmelzung ihrer germanischen Heimat mit der keltischen Welt, in der sie so rasch Freunde gefunden hatte.
Der Garten atmete die reife, schwere Pracht des Spätsommers.
Eisu folgte einem schmalen Pfad aus hellen Mosaikkieseln, den Gerwina mit der Akkuratesse ihrer Heimat hatte anlegen lassen. Zur Linken und Rechten erhoben sich geordnete Beete, in denen tiefblauer Rittersporn und edle, weiße Lilien majestätisch in den Himmel ragten, eingerahmt von sauber gestutzten Buchsbaumhecken.
Doch diese kultivierte Ordnung blieb nicht lang allein; sie ging eine sanfte, fast zärtliche Ehe mit der wilden Natur Britanniens ein. Gerwina hatte die einheimischen Pflanzen nicht vertrieben, sondern sie eingeladen, Teil ihres Zuhauses zu werden. So brachen aus den Fugen der steinernen Beeteinfassungen wilde Glockenblumen hervor, und dichte Teppiche aus duftendem Thymian überwucherten sanft die Ränder des Weges.
Eisu strich im Gehen mit der Hand über die schweren, reifen Himbeeren und wilden Brombeeren, die von dornigen Ranken herabhingen. Er lächelte bei dem Gedanken, wie aus der Fremden in wenigen Monden die beliebte Herrin geworden war, die am Brunnen lachte und die keltischen Lieder mitsang. Selbst die widerspenstige Meowe ergab sich ihr.
Die Magie des Augustlichts lag wie flüssiges Gold über dem Anwesen. In der warmen Luft tanzte goldener Blütenstaub, der in den schrägen Sonnenstrahlen aufleuchtete, die durch das dichte Blätterdach alter Weiden fielen. Es summte und summte; Aberhunderte von Bienen berauschten sich an den spätsommerlichen Blüten, und der süße, schwere Duft von Lavendel und reifem Obst erfüllte jeden Winkel.
Als Eisu den kleinen, künstlich angelegten Bachlauf erreichte, der leise über glatt geschliffene Kiesel plätscherte, sah er wilden Farn und Moos bepflanzt, als stünde die Quelle seit Jahrhunderten unberührt im tiefsten Urwald. Smaragdgrüne Libellen schossen wie lebendige Edelsteine über die Wasseroberfläche.
Eisu blickte sich um und wusste, dass es unmöglich war zu sagen, wo die Arbeit einer geschickten Gärtnerin endete und der Zauber einer Elfe begann. Er sah Clara nicht, wusste aber, dass sie hier war. Mit einem Lächeln wartete er.....
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