Prinz Inam war nicht entgangen, dass Eisus Vorstellung seiner Person eher frostig ausgefallen war. Der Comuxsohn hatte eher ihren gleichen Rang betont als ihre Freundschsft. Imam selbst ließ sich von der Aufzählung von Lady Gerwinas Ahnen durch Eisu zwar beeindrucken, aber nicht einschüchtern.
Er lächelte, wobei er all seine prachtweißen Zähne zeigte:
"Oh, eine Germanin also. Das erklärt vieles. Man sagt, Germanen und Kelten sind Vettern gewesen in alter Zeit. Wir verehren telweise noch die gleichen Götter. Ich schätze sie als tapfere Krieger. Es freut mich sehr, Lady Gerwina. Der Ruf deiner Lieblichkeit eilte dir voraus und hat nicht gelogen. Ich gestehe, dass ich sehr neugierig war, wen Eisu da gefunden hat"
er streckte Clara seine Rechte entgegen:
"Seine vorige Braut ist ihm nämlich davon gelaufen", sagte er in scherzendem Tonfall und wieder auf Britonisch. Es war ein etwas derber Scherz.
Eisu war mit einer jungen Frau namens Damona seit Kindertagen verlobt gewesen. Er hatte sich die Braut nicht ausgesucht, nahm aber seine Pflichten ihr gegenüber ernst.
Sie liebte einen anderen, und als Eisu davon erfuhr, gab er die Frau sofort frei. Es war keine schöne Erinnerung für Eisu, obwohl Clara die Geschichte kannte.