"Ich werde das ganze Unkraut mit meinen eigenen Händen jäten, o Lady Gerwina. Und ich werde nichts mehr sagen oder tun, was dich beleidigt", erwiderte Meonre mit ihrer Singsangstimme. Sie wusste schon, warum der Herr sie loswerden wollte. Er war sehr römisch. Aber die Lady war nicht nur römisch. Sie kannte das kleine Volk, und sie hatte Arganta, die ein halbes Wasserpferd war, gezähmt und in ein richtiges Pferd verwandelt. Vielleicht konnte sie auch Meonre in eine richtige Frau verwandeln. Meonre wollte nicht in den Norden. Im Norden würde es Krieg geben, das hatte sie geträumt.
"Aber eines noch, Lady Gerwina. Wenn du einmal in großer Gefahr schweben solltest, so komme zu der guten alten Meonre. Ich kann andere so täuschen, dass sie glauben, dass ich du bin. Nur ein Weilchen, nicht sehr lange. Aber es wird reichen, damit du und das Kleine in Sicherheit seid"
Ihre Augen blickten ein wenig sehnsuchtsvoll. Meonre hatte schon viele Liebhaber gehabt, aber keine eigenen Kinder empfangen. Sie lächelte:
"Wenn du möchtest, Herrin, sammle ich später Himbeerblätter für dich. Das ist keine Hexerei. Nur ein guter Tee, der die Geburt erleichtert"