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RE: Gartenpavillon
Wie fast täglich hörte ich Hammerschläge und Rufe durch das Ulmenwäldchen hallen. Irgendein Projekt hatte Fridila dort, und Gerfridu und Quiwon waren wohl eingeweiht; ich aber hatte von meinem Sohn untersagt bekommen, mich auch nur zu nähern.
"Sonst ist es doch keine Überraschung mehr", meinte er.
Es verging eine ganze Weile.
Ich hatte mit den jüngeren Kindern: Stellula, Klein Iulius und Nana im Balneum Schwimmen geübt und Niko hatte mir geholfen. Alle Kinder auf dem Gabinierhof sollten schwimmen lernen, auch die Mädchen. Zu meiner Überraschung schwamm Niko sehr gut, das war nicht selbstverständlich.
Nun hatte Briona Stellula, die wie ein kleiner Fisch zappelte, abgetrocknet und ihre Zöpfchen neu geflochten. Niko kümmerte sich um Iulius, und Nana wartete geduldig, bis sie an der Reihe war.
Quiwon holte mich ab: "Jetzt darfst du alles sehen", sagte er zufrieden und schob kurz seine Hand in meine, aber wirklich nur einen Moment lang. Er wollte groß sein, aber anhänglich war er doch.
Dann lief er mir vorneweg und rief: "Mama! Hier bringe ich den Vater!" Er führte mich bis zu der ehemaligen Lieblingsbank meiner Schwester Clara unter der mächtigen Rotbuche. Aber da stand nicht nur mehr eine einzelne, schlichte Bank, sondern ein ganzer eleganter und gemütlicher Pavillon, als wären wir in einem römischen Garten einer Villa und nicht in Britannien.
Der Pavillon bestand aus Marmorsäulen und einer Holzkonstruktion als Dach. Auf dem Boden lag ein gewebter Teppich für die Füße, und Korbmöbel und weiche Kissen luden zum Verweilen ein.
Stella lächelte mich gespannt an.
Ich war sprachlos: "Wie hast du....", fragte ich, war in einigen Schritten bei meiner Frau und drehte sie einmal um ihre Achse:
"Welch ein schöner Ort, liebste Fridila!"
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