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RE: Furia Serenas Rückkehr nach Britannia
"Ach, liebe Serena, mein zweiter Ehemann und ich sind doch beides zivilisierte Menschen, und er sieht gut aus und war auch großzügig. Aber die Liebe baut keine Monumente oder sichert Allianzen. Mein Vormund bezahlt eine alte Schuld, und Scipio Orfitus bekommt edlen Ackerboden zum Beackern. Ich gräme mich nicht", erwiderte ich:
"Nein, er hat keine Erben. Er geiert auf meinen Sohn, den kleinen Iulius und wird ihn adoptieren. Iulius Schaden ist das Corneliervermögen bestimmt nicht. ....,Du hast wie viele Kinder mit dem Furius, liebste Cousine? Fünf? Bei aller Liebe zum Fortbestand des römischen Imperium - so viel ungezügelte Fruchtbarkeit grenzt ja schon an Unanständigkeit. Man könnte meinen, dass dein Ehemann dir gar keine Zeit mehr lässt... Nein, das wäre nichts für meine Nerven.
Dennoch:...", ich musterte die grazile Serena, der man ihre Geburten nicht ansah:
"Wenn der Kaiser das hört, ihm wird es sehr gefallen: Du bist ein Vorbild für den gesamten verlotterten Adel. Univira und dazu noch so viele lebende Kinder. Der Imperator wird es sich nicht nehmen lassen, Dir persönlich das Dreikinderrecht zu verleihen, während ich mich noch von meinem Tutor herum schubsen lassen muss..."
Drauén quitschten die Kleinen, und ich wurde ganz zappelig, sie in die Arme zu schließen:
"Tante Sabina wird sie hemmungslos verwöhnen, und du musst sie dann wieder gerade ziehen", neckte ich sie, aber dann wurde ich einen Moment ernst, sehr ernst. Mein fröhlicher Plauderton wandelte sich in etwas Stilleres. Mein Lehrer Agamedes hatte mich immer ermahnt, wenigstens mir selbst gegenüber aufrichtig zu sein, wenn ich es schon der Welt gegenüber nicht sein würde:
"Du warst die ganze Zeit mit Antias, Silvana und Maximilla zusammen, obwohl du krank gewesen warst. Ich kenne Iulius nicht einmal. Ich hatte meinem Sklaven befohlen, ihn gleich nach seiner Geburt zu seiner Pflegemutter zu bringen. In Iscalis hole ich ihn ab. Du hast das Glück, deine drei jüngsten Kinder aufwachsen zu sehen, ich jedoch werde einem völlig fremden Kind gegenüber stehen. Er ist jetzt zwei. Das ist der Preis der Vernunft, Serena, oder?"
Ich legte den Kopf in die Arme und mir kamen die Tränen.
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