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05-12-2026, 08:30 PM,
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Eisu Ap Comux
"Tib. Claudius Dobunnus Minor"
  
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Beiträge: 146
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RE: [Frühling 834] Große Halle - Prinz Inam von den Dobunni
Eisu Ap Comux streifte leicht Claras Handgelenk:
"Ich kann diese Bitte nicht abschlagen", stieß er zwischen zusammengepressten Zähnen hervor: "Doch eine Berührung, etwas, was dich belästigt, ma rhun, und ich bringe ihn um, Cousin oder nicht Cousin"
Laut sprach er: "Das ist eine kleine Bitte, und ich werde sie erfüllen. Aber lieber wäre es mir, dass du mich um das Geschirr aus Griechenland gebeten hättest"
Das war eine deutliche Warnung. Eisus Ehefrau war kein Tonteller mit Gold geflickt, den man bewundern und geschenkt bekommen konnte.
Eisu Ap Comux verspürte tiefstes Mitgefühl mit seiner römischen Ehefrau. Was musste sie denken? Wo war sie reingeraten? Inmitten von Barbaren?
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05-14-2026, 04:11 PM,
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Gabinia Clara
genannt Gerwina
   
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Beiträge: 273
Themen: 9
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RE: [Frühling 834] Große Halle - Prinz Inam von den Dobunni
(05-12-2026, 08:23 PM)Dobunni schrieb: "Tauschen wir Plätze? Ich würde so gerne in eurer Mitte sitzen, um mich mit euch beiden unterhalten zu können. Vor allen Dingen interessiert mich: Wo habt ihr euch kennen gelernt?"
Seine Bitte klang harmlos. Aber er wollte gerne neben Gabinia Clara sitzen. Sie interessierte ihn. Das sie verheiratet war... nun. Inam wusste, dass er vielleicht in den Tod ging. Da waren ihm Konventionen nicht so wichtig.
Als der Prinz vorgeschlagen hatte, die Plätze zu tauschen, berührte Eisu Ap Comux Gerwinas Hand. Er konnte dem Prinzen diese Bitte nicht verweigern, befürchtete aber, dass Inam seine Gattin belästigen könnte. "Mein Brummbär, sei unbesorgt, ich bin gewappnet…", hauchte seine Frau und präsentierte Eisu ihren goldenen Löffel, der ein beachtliches Gewicht besaß. Mit einem feinen Lächeln nahm Gerwina dann den Platz zwischen beiden Männern ein, während sie sich fragte, was dieser dreiste Prinz wirklich im Sinn hatte und sah ihn gelassen an:
"Wir haben uns auf dem Frühlingsfest, das zu Ehren der Anna Perenna veranstaltet wurde, kennengelernt; auf dem Gutshof, der meinem Bruder und mir gehört." Mehr wollte Gabinia dazu nicht erläutern, nickte nur und schenkte ihrem Gemahl ein zärtliches Lächeln. Dann wandte sie sich dem reich gedeckten Tisch zu und aß mit großem Appetit von allen Speisen etwas, und zwar für zwei, da sie ein fürstliches Kind unter ihrem Herzen trug.
"Meister Cuno, spiel uns ein schönes Lied"
![[Bild: 3_15_08_22_9_37_19.png]](https://adlerchronik.de/gallery/3_15_08_22_9_37_19.png)
Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [ Sonnmar] (NSC)
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05-24-2026, 11:53 AM,
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Eisu Ap Comux
"Tib. Claudius Dobunnus Minor"
  
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RE: [Frühling 834] Große Halle - Prinz Inam von den Dobunni
Der Gedanke, wie seine Lady Gerwina seinen Cousin in seine Schranken verwies, in dem sie ihm mit einem Löffel auf die Finger schlug wie einem verzogenen Kind, erheiterte Eisu sehr. Die Anspannung fiel von ihm ab, und um seine Lippen kräuselte sich ein Schmunzeln. Auf die Loyalität und die Klugheit seiner Frau konnte er bauen.
"Genau so war es", sagte er: "Und ich war in der Tat missgelaunt in diesen Tagen. Aber die Lieblichkeit von Gabinia Clara hat mich allen Kummer schnell vergessen lassen", auch er lächelte seine Lady zärtlich an.
Sie bat nun Cuno, ein Lied zu spielen.
Cuno spielte und sang. Er wählte das alte Lied vom Fuchs- du- hast- die Gans -gestohlen, was man in vielen anderen Versionen zweifelos auch noch in späteren Zeiten singen würde, und eines Jäger gedachte, der sich an fremdem Eigentum vergriff:
"Höre mich, du scharlachroter Schatten des dichten Waldes!
Du Wesen aus Feuer und Wind, du hast das Clangesetz gebrochen.
Die weiße Gans hast du geraubt, den Stolz unseres Gehöfts,
die treue Wächterin, die uns den Einzug der Sonne verkündet
Gib sie zurück, du listiger Dieb!
Wenn deine Reißzähne die Beute nicht augenblicklich freigeben,
wird der Zorn der Krieger mit dem ersten Morgengrauen erwachen.
Der Fürst des Hofes wird seine schwere Bronzelanze segnen,
und die Jagdhunde des Comux, mit Zähnen so scharf wie Obsidian,
werden deiner Fährte durch das feuchte Moor folgen.
Kein Bau unter den Wurzeln wird dich vor ihnen bergen!
Schau auf das kalte Metall, das bereits nach deinem Blute dürstet,
Lass die Gans frei, o Bruder des Wolfs,
oder dein roter Pelz wird den Steinboden unserer Halle wärmen!
So höre meinen Rat, o stolzer Fuchs!
Was verlangst du nach dem edlen Fleisch des geliebten weißen Vogels,
wenn der Hof doch reich an jungen, flinken Feldmäusen ist?"
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05-24-2026, 12:03 PM,
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Dobunni
NSC

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Themen: 0
Registriert seit: Mar 2026
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RE: [Frühling 834] Große Halle - Prinz Inam von den Dobunni
Inam Ap Catti verstand den Sinn des Liedes sehr wohl, und er ärgerte sich. Was immer die Lady oder der Sänger annahm; er hatte es nie nötig gehabt, sich einer Dame gegen ihren Willen zu nähern. Seine Gefühle für die schöne Gabinia ebten eindeutig ab.
Er warf Meister Cuno ein paar Münzen zu. Es waren dobunnische Münzen, mit dem Bild seines Vaters:
"Genug der Lieder, Meister. Man versteht ja sein eigenes Wort nicht", sprach er:
"So schön es ist, Geschichten von wahrer Liebe zu lauschen, mein Besuch ist nicht privater, sondern politischer Natur. Ich muss dich nachher sprechen unter vier Augen, Cousin. Es sind keine Dinge, über die man mit einer Römerin sprechen könnte",
er beugte sich vor und sah Lady Gerwina kalt an:
"Ich will dein Volk nicht beleidigen, edle Dame, nicht hier, auf deinem Grund und Boden"
Der Ton hatte sich geändert. Etwas wie Frost lag nun in der Luft, Frost, der nicht einmal von der Wärme des Feuers vertrieben werden konnte.
![[Bild: 3_15_08_22_9_38_19.png]](https://adlerchronik.de/gallery/3_15_08_22_9_38_19.png)
Volk der Dobunni
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05-25-2026, 04:49 PM,
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Gabinia Clara
genannt Gerwina
   
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RE: [Frühling 834] Große Halle - Prinz Inam von den Dobunni
Das Lied, das Meister Cuno spielte und sang, wurde offenbar vom Prinzen persönlich verstanden und es löste bei ihm Verstimmung aus. Meister Cuno war ein Barde und sang, was ihm gerade in den Sinn kam. Und obwohl Gerwina nichts mit dem Lied zu tun hatte, spürte sie Inams Abneigung ihr gegenüber.
Er belohnte dann den Meister Cuno mit ein paar Münzen und wollte keine Lieder mehr hören. Und jetzt wollte er mit Eisu unter vier Augen sprechen, denn sein Besuch ist politischer Natur, betonte er, und darüber spricht man nicht mit einer Römerin. Der Prinz wollte ihr Volk nicht beleidigen, sagte er und sah Gerwina kalt an. "Um mein Volk zu beleidigen braucht man schon mehr als ein paar Worte und kalte Blicke, Prinz," entgegnete die edle Dame mit einer ruhigen Stimme. Sie ließ sich nicht aus der Fassung bringen, sondern begegnete seinem frostigen Blick mit einem milden Lächeln. Dabei verdunkelten sich ihre grünen Augen und nahmen die Farbe des Moors an, das alles verschlingt, was sich ihm nähert.
Meister Cuno spielte nun weiterhin eine leise Melodie, aber ohne Worte. Und auf einmal hat sich der Kater Knut, der unbemerkt die Halle betrat, auf Gerwinas Schoß materialisiert und fauchte den Prinzen, der neben ihr saß, an, während er die Ohren anlegte. "Der Mann ist nicht böse, Knuti, nur sehr sensibel, wie es mir scheint. Also entspanne dich". Sie sprach beruhigend in ihrer Muttersprache auf ihn ein, wie sie das immer tat, wenn sie mit Kindern oder Tieren sprach und gab ihm etwas vom Tisch zu naschen. Dann wandte sich Gerwina ihrem Mann zu: "Mein Gemahl, vergiss nicht, dem Prinzen von deiner Vision zu erzählen". Sie schaute ihren Brummbär vielsagend an und berührte sanft seine Hand. Eigentlich wollte der Fürst, dass sie als seine Frau auch beim Gespräch dabei wäre, nun lag es bei ihm, eine Entscheidung zu treffen.
![[Bild: 3_15_08_22_9_37_19.png]](https://adlerchronik.de/gallery/3_15_08_22_9_37_19.png)
Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [ Sonnmar] (NSC)
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