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Privater Aufenthaltsraum
10-27-2026, 09:43 PM,
Beitrag #41
RE: Privater Aufenthaltsraum
Der 'kýrios' lächelte mit einem resignierten Kopfschütteln. Es war so gut wie unmöglich, Astérios eine Freude zu machen. Der Mann versagte sich alles. Naja... außer Philus' Arsch, wenn man es genau bedachte.
"Ich weiß, woher du kommst. Aber das heißt nicht, dass es alles ist, zu was du gut bist. Und jetzt leg dich schon her. Ich will meinen Kopf auf deine Brust legen."
Auf die Miene des Nautiers legte sich ein verschmitztes Lächeln. Er war nicht mehr der schüchterne Junge, der in das Haus seines verstorbenen Bruders eingekehrt war. Er war jetzt ein selbstbewusster Mann, der die patrizische Schule durchlaufen hatte. Er war klug, die Geschäfte liefen wunderbar und er wusste, was er wollte - meistens.
"Du bist ein großartiger Leibwächter, mein Großer. Ich fühle mich bei dir sicher und gut aufgehoben. Aber das ist eben nicht alles. Du bist auch klug und wortgewandt und weißt wie alles laufen muss, bist gut angesehen und überhaupt großartig in allem was du tust. Sieh mir in die Augen und antworte ehrlich: Würde ich dir diese Stelle geben, würdest du sie etwa nicht perfekt ausfüllen? Jeder hier weiß das. Die Sklaven respektieren dich, die Jungen schauen zu dir auf, selbst Mellius kann dich mehr leiden als die anderen. Du wärst die perfekte Wahl."
Nun ergriff der junge Nautier die Hand seines Griechen und küsste sie. "Du weißt, was ich für dich fühle, mein starker Astérios. Deshalb würde ich dich nie zwingen. Ich will, dass du bekommst, was du willst. Und was meine Heirat betrifft... Welcher Patrizier schläft bloß mit seiner Frau? Glaub mir, wann immer ich es einrichten kann, will ich dafür sorgen, dass du und ich Zeit füreinander haben."
In Momenten wie diesen fragte sich Philus, was es kosten würde, Astérios nur einmal lächeln zu sehen. Am gelöstesten war der Grieche, wenn sie unter sich waren. Doch selbst da war er wie ein Fels.
"Sag mir was du denkst."
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Gestern, 12:52 PM,
Beitrag #42
RE: Privater Aufenthaltsraum
Astérios wusste, dass er seinen Herrn mit seiner stoischen Art in den Wahnsinn trieb. So wie auch jetzt, denn des Nautiers resigniertes Kopfschütteln blieb dem wachsamen Astérios natürlich nicht verborgen. Und natürlich wusste Astérios wieso sein kýrios derart resigniert seinen Kopf schüttelte. Weil er mit der Antwort seines Sklaven absolut nicht einverstanden war. Zumindest interpretierte Astérios die Reaktion seines kýrios dahingehend. Weiterhin konnte sich der Nautier durch seinen Leibwächter gemustert fühlen. Bis der Blonde meinte, dass sich sein Sklave endlich in Bewegung setzen sollte. Zu ihm an die Cline herantreten sollte, so dass der Blonde seinen Kopf auf die sklavische Brust betten konnte. In der Zeit in der Astérios seinem kýrios diente waren sich die beiden Männer nähergekommen. Und dennoch war es Astérios, der sich an dem jugendlichen Körper seines kýrios erfreute, wann immer er von dem Nautier in dessen Bett beordert wurde. Dort unterwarf sich der Nautier den kundigen Händen seines Sklaven. Eine Tatsache die für Astérios noch immer unbegreiflich war. Auch wenn er sich seine Gedanken niemals anmerken ließ. Und schon gar nicht vor seinem kýrios.

Schritt für Schritt hatte sich Astérios der Cline seines Herrn genähert und blickte auf diesen herunter. Dabei entging ihm selbstverständlich das verschmitzte Grinsen nicht, dass sich auf den Gesichtszügen des Römers ausgebreitet hatte. Als er von seinem kýrios gelobt wurde, dass er diesem ein großartiger Leibwächter sei und sich der Nautier bei ihm sicher aufgehoben fühlte, zuckte es kurz im Gesicht des Korinthers. Ansonsten blieb der Sklave vollkommen ruhig an Ort und Stelle, nämlich nur wenige Schritte von der Cline seines Herrn entfernt, stehen. Als sein Herr dann auch noch nach seiner Hand griff und einen Kuss auf den Handrücken setzte, musste Astérios unwillkürlich schlucken. Denn normalerweise war er derjenige der den Beginn ihrer Intimitäten einläutete und nicht sein blonder kýrios. Doch offenbar war es seinem Herrn wichtig, denn sonst würde dieser nicht derart reagieren. So die Überlegung des Sklaven, dessen Stirn nach wie vor in leichte Falten gelegt ist. Erneut begann sich ihr Gespräch um die bevorstehende Verheiratung seines kýrios zu drehen, vorausgesetzt sein Herr fand eine akzeptable Ehefrau. Was hier in der Provinz nicht unbedingt so einfach war. Außer sein kýrios ließ sich auf eine Keltin ein. Bei diesem Gedanken zuckte es für einen kurzen Augenblick um die streng zusammen gepressten Lippen des griechischen Leibwächters.

“Du willst wissen was ich denke kýrios? Ich möchte, dass es dir an nichts fehlt. Dass es dir gut geht. Und dass du nach den Sternen greifen wirst.“

Erklärte der Aschblonde mal mehr als drei Worte nacheinander. Was auch seinem kýrios auffallen müsste.
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Vor 5 Stunden,
Beitrag #43
RE: Privater Aufenthaltsraum
Philus hatte sich inzwischen an diese furchtbare Disziplin seines Sklaven gewöhnt. Astérios war das Paradebeispiel eines Stoikers. Das machte ihn natürlich so beeindruckend und einschüchternd, was für einen Leibwächter unbezahlbar war. Es machte es aber auch nicht einfach, ihm eine Freude zu machen. Philus wusste, dass sein Leibwächter und Trainer sich an seinen Erfolgen im Garten erfreute, aber ansonsten? Manchmal wünschte sich der Nautier, dass ihm seine Sklaven egaler wären. Doch besonders Astérios war ihm eben nicht egal. Das war ein Problem. Wenn auch eines, das er gern ignorierte.
Der Blonde verschränkte die Arme hinter dem Kopf. "Dann bleib halt stehen", seufzte er mit diesem resignierten Lächeln, das er immer aufsetzte. Er hätte es ihm befehlen können. Sich zu ihm zu legen. Andere Domini hätten es vielleicht getan. Aber er wollte schließlich nicht, dass ihn sein Grieche hasste. Außerdem... die Art von Astérios fand er so unglaublich bewundernswert und anregend. Und deshalb ließ er ihm so einiges durchgehen. Er war wirklich kein tyrannischer Herr.

Dann jedoch hielt ihm der Grieche beinahe einen Vortrag. Und Philus war geradezu gerührt. Wie üblich waren die einzigen Wünsche seines Geliebten, dass er Erfolg haben würde. Er errötete glatt ein wenig. Rasch sprang er auf. Immer noch war Astérios im Stand einen Kopf größer als er.
"Das wünsche ich mir für dich doch auch, mein Großer", flüsterte er und küsste die Brust seines Sklaven, wo der Ausschnitt seiner Tunika freie Haut zeigte. Legte die Arme um dessen Hüften und schmiegte sich an ihn. "Aber wenn ich mir gar nichts versagen würde, dann wäre ich bald so kugelrund wie der alte Plautius, und du würdest mich nicht mehr haben wollen."
Philus' Kichern sollte dem Sklaven verdeutlichen, dass er einen Witz gemacht hatte. Langsam sah er zu Astérios hinauf.
"Ich mache mich gleich auf den Weg in die Therme. Ich werde es genießen, glaube ich, der einzige von den verstaubten Patriziern zu sein, der einen straffen Bauch hat. Danach komme ich heim und trainiere - du kannst dich mir gern anschließen. Dann ein leichtes Abendessen und dann... Bad? Nur wir beide? Und dann kannst du mir sagen, ob du mein Majordomus sein willst. Wie klingt das?"
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